27.03.2025
Unter sehr großem Interesse wurde am Wochenende 14./15. März das Hospiz St. Elisabeth Hohenlohe in Künzelsau eröffnet. Bei der feierlichen Einweihung am Freitag wurde das Hospiz offiziell seiner Bestimmung übergeben; beim Tag der offenen Tür am Samstag kamen mehrere hundert Interessierte in das Haus am Rösleinsberg, um das komplett sanierte Gebäude zu besichtigen und sich über das Therapiekonzept im Hospiz zu informieren.
Großzügige, lichtdurchflutete Zimmer, Flure in Natur- und Erdtönen, beeindruckende Holzskulpturen zum Berühren – von der besonderen Atmosphäre des neuen Hospizes zeigten sich alle Redner und Besucher begeistert. „Es ist uns eine ganz besondere Freude heute dieses Hospiz einzuweihen“, hob denn auch Dr. Frank Zils, Geschäftsführer der BBT-Gruppe, in seiner Ansprache hervor und unterstrich die Bedeutung des Hospizes St. Elisabeth: „Es ist das erste stationäre Hospiz in der Trägerschaft der BBT-Gruppe und es ist zugleich das erste stationäre Hospiz im Hohenlohekreis.“ Damit erfülle man hier auf besondere Weise den Auftrag der praktizierten Nächstenliebe, der dem christlichen Unternehmen BBT zugrunde liege. „Wir können nun die medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen von der Geburt über die Akutversorgung im Hohenloher Krankenhaus, über die Betreuung in den Senioreneinrichtungen bis hin zur Begleitung am Lebensende sicherstellen.“

Erstes Hospiz in der BBT-Gruppe und im Hohenhlohekreis
Dafür brauche es Mitarbeitende, die sich dieser Aufgabe
stellen. „Gemeinsam wollen wir den Unterschied
machen im Leben aller Menschen, die sich uns anvertrauen.“
Der BBT-Geschäftsführer dankte
allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben, vor allem den
Verantwortlichen im Hohenlohekreis und der Stadt Künzelsau, den zahlreichen
Spendern und Unterstützern allen voran der Familie Berner sowie dem Förderverein
Hospiz Hohenlohe e.V. unter Leitung von Christiane Sigloch.
Unterstützung durch den Landkreis
Dem Dank schloss sich der Landrat
des Hohenlohekreises Ian Schölzel an. „Ich bin sehr froh, dass wir dieses
wichtige Projekt gemeinsam mit überaus engagierten Partnern umsetzen konnten“,
betonte er und bedankte sich u.a. bei der Albert-Berner-Stiftung, der Stadt
Künzelsau, dem Förderverein Hospiz Hohenlohe e.V. und der BBT-Gruppe. „Viele
Einzelpersonen und Gruppen haben die Realisierung des Hospizes in den
vergangenen Jahren unterstützt, begleitet und gefördert. Das zeigt nicht nur,
dass dieses Hospiz gebraucht wird und wir hier eine Lücke in der Versorgung
schließen, sondern auch, dass dieses Hospiz gewollt ist und sich breiter
Unterstützung in der Bürgerschaft sicher sein kann.“
Der Hohenlohekreis unterstützte als
Mitgesellschafter der Hohenloher Krankenhaus gGmbH das Vorhaben mit 1,65
Millionen Euro sowie einer Bankbürgschaft. Außerdem finanziert er die laufenden
Kosten für zwei der insgesamt acht Hospizplätze, die nicht von den
Krankenkassen übernommen werden.
Segnung durch Dekane
Segen durch Auch Christiane Sigloch hob in ihrer
Ansprache das gelungene Zusammenwirken aller Akteure in den vergangenen Monaten
hervor. „Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit, dass die Sorge um Menschen
in der letzten Lebensphase jetzt einen dauerhaften Ort hat“, stellte sie fest.
Anschließend sprachen die
evangelische Dekanin Renate Meixner und der katholische Dekan Ingo Kuhbach ein
Segensgebet. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben. Das hilft die
Kostbarkeit des Lebens zu erkennen“, betonte Meixner. Das Hospiz biete nun
geschützte Räume, damit man die Verbindung zu Gott spüren könne. „Das Hospiz
ist ein unglaublicher Gewinn für die Region, es ist ein Segen.“
"Haus der Hoffnung und Zuversicht"
Die Geschäftsführerin des Hospizes
Melanie Zeitler-Dauner überreichte dann ganz offiziell den Schlüssel für das
Hospiz an das Leitungsteam Silke Feinauer (Pflege) und Annabel Egner
(Verwaltung). „Wir wollen ein Haus der Hoffnung und Zuversicht und der tiefen
Menschenliebe sein“, machte Silke Feinauer in ihrer Ansprache die Haltung der Mitarbeitenden
im Hospiz deutlich. „Sterben ist ein wesentlicher Moment des Lebens und wir
wollen unsere Gäste auf diesem manchmal steinigen Weg begleiten und für sie da
sein.“
Bereits in der ersten Woche nach der
Eröffnung konnte das Team die ersten Gäste in den neu gestalteten Räumen
aufnehmen.